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Übungsdienst

Monatliche Zusatzausbildung für Atemschutzträger

In der heutigen Zeit sind die meisten Einsätze der Feuerwehren im Bereich der Brandbekämpfung und der Bewältigung von Gefahrgutunfällen ohne den Einsatz von Atemschutzgeräten nicht mehr denkbar.

Um die Standortausbildung der Atemschutzgeräteträger zu intensivieren und die Einsatzrisiken zu minimieren wird deshalb ein monatlicher Zusatzdienst speziell für diesen Personenkreis angeboten.
Hierzu gehören unter anderem Gewöhnungsübungen mit den Atemschutzgeräten, das Vorgehen in verqualmten Räumen, verschiedene Rettungs- und Suchtechniken und das Tragen der Chemikalienschutzanzüge.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Eigensicherung der eingesetzten Kameradinnen und Kameraden einschließlich der Notfallrettung von verunfallten Atemschutzgeräteträgern.

Die Fotos oben stammen von einer Übung mit den Schwerpunkten Dräger RPS-Rettungspacksystem.

Warum Übungsdienst ?

Zweck: Die Übungsdienste dienen der Aus- und Fortbildung, d.h. der praktischen Übung.
Gelegentlich ist im Sinne der Häufigkeit der Übungen zu verstehen. Bei solchen Übungen können auch mehrere Übungsziele miteinander verbunden sein, wie z.B. Übung zur Beherrschung der Löschgeräte (zur Einhaltung des Zwecks) und Demonstration dieser Tatsache gegenüber der Öffentlichkeit im Rahmen einer Brandschutzwoche. Als „gelegentlich“ sind alle notwendigen heißen Lösch-Übungen einer Feuerwehr anzusehen.
Ein Grundsatz der Freiwilligen Feuerwehr ist: Üben, Üben, Üben.
Nur durch kontinuierliches Eintrainieren von Handlungs-Mustern kann der Feuerwehrmann unter Stress und Aufregung Ruhe bewahren und beherzt Gefahren abwehren. Deshalb findet jeden Monat unsere Übung statt. Im jahreszeitlichen Rhythmus üben wir Erste Hilfe, Sprechfunk, technische Hilfe und natürlich den richtigen Umgang mit unserem Hauptwerkzeug Wasser.
Auch in den Zeiten von Zentralheizung ist Feuer immer noch eine lebensbedrohliche Gefahr. Für den Freiwilligen Feuerwehrmann ist deshalb auch der Einsatz unter Atemschutz eine wichtige Übung.

Übung am 04.09.2017

In einer Kfz-Werkstatt in Schmitten ( Amtzell ) hatte es eine Verpuffung gegeben und den landwirtschaftlichen Betriebes in Brand gesetzt - vermisst wurden mehrere Personen. Und: Einer der Atemschutzgeräteträger meldete sich nicht mehr aus dem verqualmten Gebäude. Alles zusammen bildete das Szenario für eine Übung der Feuerwehr Amtzell.

Mehrere Einsatzszenarien
Bereits nach kurzer Zeit waren die Einsatzkräfte vor Ort. Nach erster Lageerkundung drangen gleichzeitig mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz, in die verqualmte Werkstatt ein, um nach den vermissten Personen zu suchen. Mit großer Vorsicht gingen die Atemschutztrupps in die Werkstatt vor. In den Händen vom Kommandaten Martin Weber, liefen die Fäden zusammen. Da wurden über lange Distanzen Schläuche verlegt, um Löschwasser herbeizuschaffen, Atemschutzgeräteträger wurden in die verqualmten Gebäude geschickt, um die vermissten Personen zu suchen. Sie wurde gefunden. Doch dann blieb das Funkgerät eines Atemschutzgeräteträgers "tot". Ihm war, so der angenommene Fall, der Sauerstoff ausgegangen.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurde der Rauch mit einem Überdrucklüfter aus dem Gebäude geleitet.

Eine Person wurde gleichzeitig unter einem Traktor eingeklemmt
Um den Unfall kümmerten sich zeitgleich die Besatzungen vom LF 8 und MTW. Durch die Nutzung von hydraulischem Rettungsgerät gelang es einen Zugang zu dem unter dem Traktor eingeklemmten Person zu bekommen.

In knapp eineinhalb Stunden wurden die Übungsszenarien erfolgreich abgearbeitet. Kommandant Martin Weber zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden.

Übung auf Baustelle

Die monatliche Feuerwehrübung fand am vergangenen Montag auf dem Gelände der Großbaustelle „neue Sporthalle“ statt. Inhalt war die Bergung von Verletzten aus dem unteren Bereich, der für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich war.Zunächst musste die Einsatzstelle großräumig ausgeleuchtet werden, dann wurden zwei Rettungswege vorbereitet: einerseits mittels Seilzug über die , andererseits über das Steckleitersystem, das als Schiene für die Trage diente. Über diese Wege konnten die „Verletzten“ sicher geborgen werden.

Anhand dieses Übungsszenarios konnten die Feuerwehrleute nicht nur ihre Fähigkeiten und Kenntnisse der Bergung in schwierigem Gelände erweitern, sondern sich auch mit diesem potenziellen Einsatzort vertraut machen. Hierzu zählen auch die Kenntnis von Anfahrtswegen und Ansprechpartner vor Ort im Einsatzfall sowohl für Feuerwehr als auch für den Rettungsdienst.

Die extreme Dynamik auf solchen Geländen, der Baufortschritt, eine hohe Fluktuation an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die häufige Verlegung von Zuwegungen stellen Rettungskräfte und Baustellen-Verantwortliche vor extreme Herausforderungen, wenn die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert werden soll. Hier muss alles Hand in Hand gehen und die Zusammenarbeit mit ortskundigen Helfern sollte nicht erst im Ernstfall geprobt werden.