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22.02.2016

Der Küchenbrand in einem Drei-Familienhaus in Amtzell, bei dem zwei
Personen verletzt wurden, hat deutliche Spuren hinterlassen: Das Feuer machte die
Wohnung im Dachgeschoss unbewohnbar. Die vierköpfige Familie konnte bei
Freunden unterkommen.
Es ist Montagabend, Gemeinderatssitzung im Amtzeller Ratssaal. Das Thema:
Bebauungsplan Goppertshäusern. Gegen 19 Uhr wird Gemeinderat Martin Weber als
Kommandant der Amtzeller Feuerwehr alarmiert. Er verlässt den Saal. Der Grund:
Küchenbrand im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Wangener Straße -
nur wenige Gehminuten vom Rathaus entfernt. In Wangen startet eine halbe Stunde
später die Hauptversammlung der dortigen Feuerwehr. Zwar planmäßig, doch
zunächst bleiben einige Stühle der Stadthalle unbesetzt: Die Drehleiter ist mit
diversen Kameraden nach Amtzell ausgerückt.
Den Ermittlungen der Polizei zufolge hatte kurz zuvor eine 16-jährige Bewohnerin
des Mehrfamilienhauses Essen auf dem Herd zubereitet. Das Essen geriet in Brand.
Wie die Polizei mitteilt, haben mehrere Personen versucht, die mit Fett gefüllte
Pfanne "unsachgemäß" zu löschen. Der Brand weitete sich in der gesamten Küche
aus, die Flammen griffen auf das Dach über.
Bewohner können sich retten
Laut Feuerwehr haben die Anwohner selbst den Notruf 112 abgesetzt. Daraufhin
alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Oberschwaben die Amtzeller
Feuerwehr und Kommandant Martin Weber.
Als Weber am Einsatzort eintraf, hatten die Bewohner das Gebäude bereits
verlassen, teilt die Feuerwehr mit. Zu diesem Zeitpunkt habe der Brand bereits den
Dachstuhl in Brand gesetzt und drohte, sich weiter auszubreiten. Umgehend
forderte Weber die Unterstützung der Wangener Feuerwehr mit Drehleiter und
Wärmebildkamera an.
Großeinsatz für Einsatzkräfte
Wie die Amtzeller Wehr weiter mitteilt, waren Trupps der Amtzeller Feuerwehr
unter Atemschutz im Gebäude, um den Brand zu bekämpfen. Weitere
Feuerwehrmänner öffneten - zunächst mittels der Amtzeller Anhängeleiter, später
mit Unterstützung der Wangener Drehleiter - das Dach von außen, um an den
Brandherd im Dachgeschoss zu gelangen.
Im Einsatz waren rund 60 Feuerwehrkräfte und 20 Rettungsdienstkräfte: Die
Feuerwehr Amtzell mit über 35 Mann und vier Fahrzeugen, die Feuerwehr Wangen
mit 15 Mann und drei Fahrzeugen, die Feuerwehr Schomburg mit neun
Feuerwehrmännern und einem Fahrzeug und Rettungsdienste mit
Kreisbereischaftsleiter, Helfern, Notärzten und neun Fahrzeugen.
Um 19.45 Uhr war der Brand gelöscht. Mit der Wärmebildkamera wurden Glutnester
lokalisiert, die Dachhaut weiter geöffnet. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis
in die späten Abendstunden an, teilt die Feuerwehr mit. Zwei Bewohner zogen sich
im Zuge eigener Löschversuche Rauchgasvergiftungen zu, so die Polizei, einer der
Verletzten musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.
Tags darauf sind die Spuren des Brands noch sichtbar: Eine Plane bedeckt das
Mehrfamilienhaus als Schutz gegen den Regen, Dachziegel liegen vor dem Haus. Die
Wohnung im Dachgeschoss, in der das Feuer ausbrach ist derzeit unbewohnbar. Die
Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 100 000 Euro. "Die Wohnung wurde durch
den Brandschaden selber, aber auch den Brandrauch stark in Mitleidenschaft
gezogen und wird vermutlich nicht mehr bewohnbar sein", so die Feuerwehr.
Die Familie sei bei Freunden untergekommen, erklärt Bürgermeister Clemens Moll.
Die Wohnungen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss seien aber weiterhin
bewohnbar. Wie es für die vom Feuer betroffene Familie weitergehe und wann die
Wohnung wieder bewohnbar sei, kläre sich in den kommenden Tagen.
Quelle: SZON
Eingesetzte Kräfte:

FF Amtzel - HLF, LF, TLF, MTW
FF Wangen Stadt - DLK, Kadow
FF Wangen Abt.Schomburg - LF
SEG DRK Wangen
HVO DRK Amtzell